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Pilot 4

Elektronische Zustellung – Grenzüberschreitende Verfahren zur Zustellung von elektronischen Dokumenten
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Beschreibung

E-Government ermöglicht es, herkömmliche Verfahren teilweise auf elektronischem Wege durchzuführen. Verwaltungsverfahren im Rahmen der EU Dienstleistungsrichtlinie müssen sogar zur Gänze elektronisch durchgeführt werden können. Um dies zu ermöglichen, hat sich dieser Pilot zum Ziel gesetzt, Zustellsysteme auch für Bürger anderer Länder über deren nationaler elektronischen Identität (eID) zugänglich zu machen. Ein weiteres Ziel dieses Piloten ist die Entwicklung und Bereitstellung eines Konzepts, welches es Behörden ermöglicht, elektronische Dokumente an Bürger anderer Länder direkt über deren nationales Zustellsystem zu übermitteln.

Grenzüberschreitende Zustellung

Das Ziel des STORK Piloten "Grenzüberschreitende Zustellung" ist die Bereitstellung eines Konzepts für eine interoperable grenzüberschreitende Zustellung von elektronischen Dokumenten.

Die Interoperabilität der elektronischen Zustellung hat viele Facetten. Das Hauptaugenmerk dieses Piloten liegt aber verstärkt auf elektronischer Identifikation, d.h. es wird konkret versucht die Frage zu beantworten, wie Empfänger von elektronischen Zustellstücken mittels STORK Komponenten authentifiziert und identifiziert werden können.

Anwendungsfälle

Der STORK Pilot “Grenzüberschreitende Zustellung” konzentriert sich auf zwei Anwendungsfälle:

Anwendungsfall 1: Bürger eines EU Mitgliedsstaates, bspw. Estland, sollen sich bei einem elektronischen Zustellsystem eines anderen EU Mitgliedsstaates, bspw. Slowenien, registrieren können. Der Bürger verwendet hierbei für die Registrierung die eigene nationale elektronische Identität, beispielsweise die estnische eID Karte. In Folge dessen ist es diesem Bürger möglich, elektronische Dokumente am Zustellsystem des anderen EU Mitgliedstaates, bspw. Slowenien, zu empfangen und abzuholen.

Anwendungsfall 2: Dieser Anwendungsfall baut auf dem ersten Anwendungsfall auf, d.h. bspw. ein estnischer Bürger der sich bei dem slowenischen Zustellsystem mittels seiner elektronischen Identität anmelden möchte. Zusätzlich zu Anwendungsfall 1 ist es dem Bürger hierbei möglich, Zustellungen aus anderen Mitgliedstaaten, beispielsweise Österreich, durch das ausländische Zustellsystem, in diesem Fall Slowenien, zu empfangen. Anders ausgedrückt, dieser Anwendungsfall demonstriert "echte" grenzüberschreitende Zustellung, da Bürger die Möglichkeit erhalten, elektronische Dokumente von ausländischen Behörden zu empfangen.

Ziele des Piloten

Ziel dieses Piloten ist zu zeigen, wie die Resultate von STORK für grenzüberschreitende Zustelllösungen verwendet werden können. Dies gilt nicht nur für die Authentifizierungs- und Identifikationskomponenten, sondern für alle Protokollelemente von STORK.

Die elektronische Zustellung von Dokumenten benötigt Mechanismen und Protokolle um Sender und Empfänger in unterschiedlichen Phasen des Zustellprozesses identifizieren zu können. Dieser Pilot entwickelt ein rudimentäres grenzüberschreitendes Zustellprotokoll welches auf die STORK Protokollelemente zur Identifikation von natürlichen Personen zugreift.

Des Weiteren werden im Rahmen dieses Piloten die STORK Komponenten zur Authentifizierung in den jeweiligen nationalen Zustellsystemen der im Piloten teilnehmenden Mitgliedstaaten zum Einsatz gebracht. Dies unterstützt die Evaluierung der STORK Komponenten zur Authentifizierung innerhalb dieses speziellen Anwendungsgebietes der Zustellung.